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Wie fange ich Wühlmäuse, wie vertreibe ich Wühlmäuse?

Posted by admin on June 18th, 2008 filed in Wühlmäuse, Allgemein


auch auf die Gefahr hin, dass ich mir jetzt die Umweltschützer auf den Plan rufe…… ich habe alles ausprobiert und nur eines hat (bis jetzt) geholfen.

Vergrämen
Zunächst habe ich es auf die sanfte Tour versucht. Ich habe meinen Garten mit den unterschiedlichsten Geräten gespickt, die entweder Töne oder Vibrationen bzw. Resonanzschwingungen aussenden. Das Ergebnis war gleich Null. Das schockierendste war, dass sich eines von den Viechern nicht nur nicht beeindrucken lies, sondern sogar ganz frech keine 40 cm neben dem Gerät vorbeigebuddelt hat. Leute, meine Erfahrung ist: Schmeißt diese Geräte auf den Müll oder besser noch: Kauft sie gar nicht erst!
Auch diesen Unsinn, wie zum Beispiel Knoblauch in die Gänge streuen oder was weiß ich für geheime Pflanzen einpflanzen, die die Schermäuse vertreiben sollen, könnt Ihr vergessen. Zumindest bei mir stellte sich keinerlei Erfolg ein (höchstens vielleicht eine Reihe von Wühlmäusen mit Beziehungsproblemen, da sie eine Knoblauchfahne hatten.

Vergasen
Dann dachte ich, wenn sie es nicht im Guten wollen, dann fahre ich eben schwereres Geschütz auf: Vergasung.
Problem Nr.1: die Mittel sind für den Einsatz in privaten Gärten nicht zugelassen. Man muss sich also, eines Schwerverbrechers gleich, in eine Gartenhandlung schleichen, behaupten man sei Obstbauer oder ähnliches und bräuchte diese Mittel, um seine gewerbliche Existenz zu retten…… und kauft dann die kleinste Dose die es gibt! ;-) “Aber nicht mit Wasser begießen” ruft die freundliche Verkäuferin mir noch nach…. und schon war die Idee geboren, den Wühlmäusen mal so richtig Party zu bereiten. Diese Vergasungsmittel reagieren mit der Feuchtigkeit im Boden. Man streut sie in die Gänge und dort entwickeln Sie ein Gas, welches sich -da schwerer als Luft- in den Gängen verbreiten soll. Also, eine ordentliche Portion rein in den Gang und dann (verbotener und gefährlicher Weise) mal eben mit der Gießkanne drüber. Oha! Das hat ganz schön gefunkt, gequalmt und gestunken. Gesund war das mit Sicherheit nicht. Weder für die Wühlmäuse, noch für mich, noch für die Nachbarn, die gerade das erste Schnitzel auf dem Grill hatten und herüber riefen, ob ich meinen Grill denn nicht an bekäme.
Problem Nr. 2: Wühlmäuse sind Nichtraucher. Sobald sie Gefahr wittern, verkriechen sie sich in die entlegendsten Winkel ihres Gangsystems. Und das kann durchaus schon mal an die 70 bis 80 m lang sein, wenn es sich um eine fleißige Kolonie handelt.
Letztendlich hat das bei mir zumindest auch nichts gebracht.
Ein anderer Leidensgenosse hatte ein altes Moped im Garten aufgebockt und versucht, die Gänge mit dem Kohlenmonoxyd der Abgase “durchzulüften”. Das gab nur Ärger, insbesondere wegen der Geräuschbelästigung.

Verbrennen
Und von dem Versuch dieses Leidensgenossen, die Gänge mit Benzin zu tränken und die Geschichte dann anzuzünden, mag ich gar nicht weiter berichten. Dem ist der halbe Garten um die Ohren geflogen. Die Wühlmäuse ist er aber nicht los geworden.

Wühlmausfallen, hier: die Nieten
Letztendlich habe ich mich dann der überall erhältlichen Wühlmausfallen bedient. Hier gibt es die verschiedensten Ausführungen, auf die ich nicht näher eingehen möchte. Ich habe sie jedenfalls alle durchprobiert und bin bei einem Modell hängen geblieben, welches einfach hervorragende Ergebnisse bringt. Dieses stelle ich zum Schluss vor.

Zunächst berichte ich aber, warum die anderen Wühlmausfallen nicht funktionierten.

Letztendlich war bei den meisten Fallen das Problem., dass diese nicht sensibel genug auslösten. In der Regel wird die Falle mit einem Köder bestückt (das ist an sich schon Unsinn, aber davon unten mehr), der mit dem Auslöser verbunden ist. Versucht die Wühlmaus, den Köder wegzuzerren, löst die Falle aus. Bei mir tat sie das aber nicht. Offensichtlich aßen meine Wühlmäuse gerne außer Haus, denn regelmäßig war der Köder weg gefressen, die Falle stand aber noch sperrangelweit offen. Im Nachhinein glaube ich, dass nicht die Schermäuse den Köder gefressen haben sondern einfache Feldmäuse, die gerne die Gänge der Wühlmäuse mit benutzen.

Aber warum ist das mit dem Köder Unsinn? Nun, dazu muss man sich die Fressgewohnheiten der Schermäuse bewusst machen. Die Wühlmäuse graben ihr Gangsystem ca. 5 bis 15 cm unterhalb der Oberfläche. Dort reichen die Zarten Wurzeln der Pflanzen hin, die sie von unten her anknabbern. Die Wintervorräte, die sich anlegen bestehen ebenfalls aus kleinen Wurzelstückchen. Denn diese halten sich lange frisch. Ein Stück Apfel, Möhre oder Kohlrabi (also die angeblich gut funktionierenden Köder) tun das nicht. Im Gegenteil, ist der Gang selten genutzt und steht die Falle mit dem Köder ein paar Tage im Gang, dann fangen diese Köder an zu vergammeln und verschrecken durch ihren muffigen Geruch noch die zarten Näschen der Tiere, auf die wir es abgesehen haben.

Des Weiteren ist es nicht jedermanns Sache mit toten Tieren zu hantieren. Die meisten fallen lassen sich nur schwer entleeren. In der Regel muss man dabei das tote Tier berühren, woran ich nun gar keinen Spaß habe. Achtung: Die Wühlmaus kann Trägerin von Parasiten, bakteriellen und viralen Krankheiten, die auch den Menschen befallen können, sein: z.B. Fuchsbandwurm, Leptospirose, Hatan Virus. Tote und lebende Tiere daher nur mit Handschuhen anfassen!!!

Im Nachhinein bin ich also froh, mit diesen Wühlmausfallen nichts gefangen zu haben! Das Gerät, das mein Favorit ist und das ich unten vorstelle, lässt sich einfach und “hygienisch” entleeren. Man kommt nicht in Berührung mit dem Tier und macht sich auch sonst nicht sonderlich die Finger schmutzig, da die Mechanik quasi von Außen bedient werden kann.

Außerdem war bei vielen der getesteten Geräte problematisch, dass diese in den Gang eingebracht werden mussten und hierfür der Gang ein Stück weit aufgemacht werden musste. Es blieben also oft “bleibende Schäden an den Fangorten. Da die Wühlmaus Löcher im Gangsystem alsbald wieder verstopft, bei zu großen Schäden am Gang aber auch gerne mal einen Umweg buddelt bzw. einen neuen Abzweig schafft und den zerstörten Teil, wo die Falle steht nicht mehr benutzt, blieben die Fallen ebenfalls leer.

Ein weiterer Nachteil war die Tatsache, dass diese Fallen in der Regel nicht “aus der Entfernung” zu kontrollieren waren, ob sie ausgelöst hatten. Sie mussten hierzu wieder aus dem Gang wieder entfernt werden oder der Gang musste zumindest wieder geöffnet werden. Das war wirklich unbequem. Schließlich will man ein gefangenes Tier nicht lange in der Falle belassen und die Falle daher regelmäßig kontrollieren.

Sicherlich kann man mit der einen oder anderen Falle auch Fänge machen, wenn man die entsprechende Geduld, großes Geschick und keinen Ekel vor dem Anfassen toter Wühlmäuse hat. Aber warum kompliziert, wenn es auch einfach gehen kann???

Was ich jedoch stets abgelehnt habe sind die so genannten Rohrfallen. Das sind Röhren mit Klappen zu beiden Seiten, die in die Gänge eingebracht werden. Ist die Maus drin, sind die Klappen zu. Angeblich -so die Tierschützer- sei das besser, weil man die Tiere lebend fängt. Und dann???? Frei lassen?? Am besten auf dem Grundstück des ungeliebten Nachbarn?? Außerdem funktioniert das mit dem lebend fangen auch nur, wenn man die Fallen regelmäßig und in kurzen Abständen kontrolliert. Ansonsten verenden die Tiere darin qualvoll.

Wühlmausfalle; hier: der Favorit!
Die einzige Falle, die bislang hervorragende Fangergebnisse gebracht hat war die Top-Cat- Falle eines schweizer Herstellers. Das patentrechtlich geschützte Gerät ist einfach aber genial konstruiert. Gerade das Einfache bringt den Erfolg. Keep it simpel!

Die Vorzüge dieser Falle sind:

-Der Mechanismus des Auslösers ist äußerst sensibel und schnappt daher sehr schnell zu.

-Die Falle ist von zwei Seiten zugänglich. Was nutzt die beste Falle, wenn die Maus von der falschen Seite durch de Gang gelaufen kommt?

-Die Kontrolle, ob die Falle ausgelöst hat, kann aus der Distanz erfolgen. Also kein mühseliges ausbuddeln der Falle zu Kontrollzwecken.

-Die einfache Technik garantiert eine einfache Handhabung. Das bringt den Erfolg.

-Die Falle ist sicher. Kein qualvolles Sterben der Tiere.

-Die Verarbeitung von Edelstahl und hochwertigen Bauteilen machen Die Falle robust, langlebig, und zuverlässig. Alle Teile können einzeln ersetzt werden und sind recyclebar.

-Es werden keinerlei Köder, Gift oder Vergrämungsmittel verwendet. Die Falle funktioniert ausschließlich mechanisch.

-Es verbleiben keine bleibenden Löcher nachdem die Falle entfernt wurde.

-Die Falle kann entleert werden, ohne in Berührung mit dem toten Tier zu kommen. Auch das erneute Spannen der Falle ist äußerst hygienisch. Es muss kein Teil berührt werden, mit dem zuvor das Tier in Berührung war (trotzdem Handschuhe benutzen!)

Technische Daten
Federbetriebener Mechanismus

Gewicht: ca. 600g
Höhe: 270 mm
Breite: 55 x 85 mm
Material: Rostfreier Stahl
Weltweites Patent angemeldet

beschreibung1

1= Auslösestange

2= Wippe

3= Spannhebel (im entspannten Zustand ist der Spannhebel unten)

4= Gehäuse

5= Auslöser

 

 

Aufstellen

Pro Bau wird nur eine Topcat-Mausefalle möglichst unauffällig platziert.
Das Prinzip von Topcat basiert auf der Erfahrung, dass Mäuse zu jeder Tages- und Jahreszeit in ihren Gängen unterwegs sind. Es werden weder Lockmittel noch Lockstoffe eingesetzt.
Falls der Gang bewohnt ist, kann innerhalb weniger Minuten bis zu einer, maximal zwei Stunden, mit einem Fang gerechnet werden. Da die Gänge meistens von mehreren Mäusen bewohnt sind und die Bauten nur minim gestört werden, sind mehrere Fänge am gleichen Ort über einen längeren Zeitraum hinweg möglich und üblich.
Mit der Topcat-Mausefalle können praktisch zu jeder Jahreszeit Mäuse gefangen werden.
Die Bodenbeschaffenheit spielt beim Einsatz der Topcat-Mausefalle keine grosse Rolle.

Fangstelle

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Einzelnen:

ka 03

Mit Lochsschneider (oder anderem Werkzeug) ein sauberes Loch in den Mäusegang schneiden (1-2 cm tiefer als der Gangboden)

Ich nehme immer einen einfachen Pflanzenloch-Stecher aus dem Gartencenter.

 

ka 06

Die Falle an der Erdoberfläche mit Erde hermetisch abdichten, Lichteinfall im Gang vermeiden.

 

da 03

Spannhebel mit Wippe durch den Deckelschlitz hochziehen.

da 04

Wippe mit dem Daumen der gleichen Hand Richtung Auslösestange halten.
Mit der anderen Hand die Auslösestange bis zum Anschlag hochziehen, und auf die Spitze der Wippe ausrichten.
Die Auslösestange in dieser Stellung halten.

da 05

Spitze der Wippe auf Spitze der Auslösestange plazieren. (Nur die Wippe nach oben bewegen).

 

ka 10

Die Falle hat ausgelöst. Erkennbar daran, dass die Wippe nun nicht mehr auf waagerecht auf dem Oberteil liegt, sondern sich nun seitlich am Gehäuse befindet.

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