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Über die Wühlmaus

Posted by admin on June 18th, 2008 filed in Wühlmäuse, Allgemein


Deutscher Name: Grosse Wühlmaus, Schermaus, Ostschermaus, Wasserratte
Französischer Name: Taupe grise
Englischer Name: Vole
Niederländischer Name: Woelrat
Lateinischer Name: Arvicola Terrestris

(Unterarten Arvicola Terrestris Schermaus (ans Land gebundene Art),
Arvicola Terrestris Aquaticus (lebt zum Teil am und im Wasser), Arvicola Terrestris Sapidus. Die Unterarten haben zum Teil ein sehr unterschiedliches Verhalten.)

Arvicola terrestris[1]

Die Wühlmaus, auch Schermaus genannt, sieht eine Maulwurf sehr ähnlich, ist aber keiner. Sie erreicht eine Körperlänge von 12 bis 19 cm. Hinzu kommt der Schwanz von ca 4 bis 13 cm Länge. Die Wühlmaus wiegt zwischen 60 und 180 gr. Die Schermaus hat eine stumpfe Schnauze mit langen Schnurrhaaren. Die Schermaus hat kleine, dunkle Augen und die Ohren sind nahezu vollständig im Fell verborgen. Die Farbe des Fells kann von gelblich braun bis ins tiefe schwarz gehen. Die Wühlmaus hat ein dichtes, glänzendes Fell.

Die Weibchen bringen zwischen März und Oktober nach einer Tragzeit von drei Wochen fünf bis sechs Junge zur Welt. Mit zwei Wochen sind diese selbstständig und könnten bereits ohne Mutter überleben. Nach acht bis neun Wochen sind die Jungen geschlechtsreif. Da kann man sich leicht ausrechnen, wie explosionsartig sich diese Tiere vermehren können.

Die Schermaus ist häufig in Wiesen, Ackern und leider auch in unseren Gärten zu finden. Insbesondere dort sowie in Baumschulen und Obstanlagen verursacht sie große Schäden. Auch manch Spargelbauer weiß ein Lied über die Wühlmaus zu singen.

Obwohl man sie so gut wie nie zu Gesicht bekommt, ist die Wühlmaus kein nachtaktives, sondern ein tagaktives Wesen. Sie lebt in größeren Kolonien, duldet dabei aber ihre “Nachbarn” lediglich, d.h. sie weist kein regelrechtes Sozialverhalten auf, wie es z.B. Ratten tun.

Haufen Wühlmaus

 

Zahlreiche, unterschiedlich grosse, eher flach und aus feiner Erde gebaute Haufen verraten die Schermaus. Der Ausgang des Ganges liegt meist an der Bergseite des Haufens. Er ist nicht immer leicht zu finden und oft mit Erde verstopft. Am Bau sind (ausser im Sommer, wenn es sehr heiss ist), praktisch keine offenen Löcher zu finden. Meist hausen mehrere Tiere zusammen, die eine Sippe bilden.

 

Gangsystem

Hier eine schematische Darstellung des Gangsystems der Wühlmaus. Je nach Nahrungsangebot und “Fleiß” der Kolonie kann das Gangsystem einer Sippe bis zu 100 m lang sein. Fallen sollten naturgemäß im Hauptgang gestellt werden, weil dort der meiste Verkehr herrscht.

 

Im Gegensatz dazu siet ein Maulwurfhügel so aus:

Haufen Maulwurf

Grosse, halbkugelförmige Haufen aus grobscholliger Erde und mit bis zu 5 cm grossen Steinen verraten den Maulwurf. Liegt der Zugang vertikal unter dem Erdhaufen, deutet alles auf Maulwürfe hin. ABER: Auch dieser Gang muss nicht ausschliesslich von Maulwürfen bewohnt sein, auch die Schermaus kann gleichzeitig hier hausen.

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